Aufregende Nacht mit Happy End

Erfahrungsbericht: Meggie

Meggie

Heute Nacht, ich war auf dem Weg ins Bett, rief Andreas hoch "Meggie ist raus und weg!". Ich hüpfte in Klamotten, in meine teuersten Schuhe (es war nix anderes griffbereit) und rannte aus dem Haus.

Meggie rannte um den See, ich rief sie, sie zögerte. Dann spulte ich alle Möglichkeiten ab, die mir noch in den Sinn kamen. Selbstbewusst rief ich freudig MEGGIE, sie rannte weiter. Als sie sich das nächste Mal umdrehte, lief ich weg von ihr, in der Hoffnung sie käme nach. Funktionierte ein paar Sekunden, dann ein Geräusch im Gebüsch und sie drehte ab. Sie rannte Richtung Feld, dann sah ich sie nicht mehr. Als ich näher kam, sah ich ein braunes Tier im Dunkeln im Feld laufen. Ein Feldhase, Kater Maxl oder Meggie? Mir fiel nix mehr ein, außer ruhig BLEIB zu rufen, ein Kommando, das ich in weiser Voraussicht Meggie schon von Anfang an beigebracht hatte. Aber es waren mehr als 50 Meter... UND das Tier blieb stehen, ich wusste es konnte somit nur Meggie sein. Weiter rief ich eindringlich BLEIB und näherte mich mit Beschwichtigungssignalen, so weit das auf die Entfernung möglich war. Und sie setze sich hin und blieb, so wie wir trainiert hatten. Sie gab alle Fluchtimpulse auf und wartete, bis ich bei ihr war. Den Drang, sie dafür knutschend an mich zu reißen, unterdrückte ich, und nahm sie in Ermangelung einer Leine auf den Arm, als wäre dies das Selbstverständlichste was ich tun könnte. Sie blieb ruhig, was auch eher ungewöhnlich ist. Ich hätte sie aber um mein Leben und zerbissene Oberarme niemals losgelassen. Aber sie bleib wie gesagt ruhig. Dann trug ich sie den Weg zurück, begleitet von Benny Brown, der das Ganze für ein Spiel gehalten hatte und wedelnd und lachend neben mir lief. Auf dem Rückweg sammelten wir Katy an, die den Anschluss bei meinem "Aus-dem Haus-rennen" verloren hatte und verirrt im Park stand.

Ich kann Euch nicht sagen, welche Scheissangst ich gehabt habe Meggie zu verlieren. Denn einen Hund wie sie wieder einzufangen ist absolut schwer und sie kennt keine Strassen, keine Menschen außer uns, etc.